Ein spannender Abend in der Natur – Sommerhöck Damenriege

Unser diesjähriger Sommerhöck fand am Grillplatz Moos statt. Es war ein abwechslungsreicher, lehrreicher und geselliger Anlass, bei dem wir viel Interessantes über die Natur und die Jagd erfahren durften.
Der Höhepunkt des Abends war der Besuch des Jägers, der uns einen spannenden Einblick in seine vielseitige Arbeit gab. Er erzählte uns viel über das Jagdrevier Altberg Süd, welche Wildtiere dort heimisch sind und wie wichtig ein ausgewogenes Gleichgewicht zwischen Wildbestand, Natur und Mensch ist. Zudem erfuhren wir, dass die Jäger das Jagdrevier für rund 3’700 Franken pro Jahr pachten müssen. Auch für Wildschäden kommen sie auf und tragen diese Kosten selbst.
Besonders eindrücklich war zu hören, dass die Jagd für die meisten Jäger kein Geschäft ist. Im Gegenteil, sie können daraus keinen Gewinn erzielen. Die Jagd ist weit mehr als ein Hobby; sie ist eine echte Passion, die viel Zeit, Verantwortung und Engagement erfordert.
Gemeinsam mit dem Jäger und seinem treuen Hundebegleiter machten wir anschliessend einen Spaziergang durch den Wald. Dabei erzählte er uns, welche Aufgaben ihn das ganze Jahr über in den verschiedenen Monaten begleiten. Besonders beeindruckend war die Rehkitzrettung, welche zwischen Mai und Juli stattfindet. Um die jungen Rehkitze vor den grossen Mähwerken der Landwirte zu schützen, setzt er eine Drohne mit Wärmebildkamera ein. So können jedes Jahr zwischen acht und sechzehn Rehkitze rechtzeitig gefunden und in Sicherheit gebracht werden, bevor die Felder gemäht werden.
Weiter erklärte er uns, dass jedes Jahr bei vergleichbarer Witterung und zur gleichen Jahreszeit eine Wildzählung durchgeführt wird. Diese liefert wichtige Erkenntnisse über die Anzahl und Entwicklung der Tiere im Revier und dient als Grundlage für einen verantwortungsvollen Umgang mit der Natur und dem Wild.
Ein weiteres wichtiges Thema waren Wildunfälle. Der Jäger wies uns darauf hin, dass nach einem Zusammenstoss mit einem Wildtier immer die Polizei informiert werden muss. Diese verständigt anschliessend den zuständigen Jäger. Verletzte oder tote Tiere sollten unbedingt am Unfallort liegen gelassen und weder mitgenommen noch wegtransportiert werden.
Nach den spannenden Einblicken in die Welt der Jagd ging es zum gemütlichen Teil über. Ursprünglich war ein gemütliches Bräteln am Grillplatz geplant, doch aufgrund des Feuerverbots musste das Programm angepasst werden. So wurde kurzerhand ein feiner Spaghetti-Plausch organisiert. Die Damen bereicherten das Buffet mit feinen, selbstgemachten Saucen, Salaten und köstlichen Kuchen. Bei gutem Essen und angeregten Gesprächen liessen wir den gelungenen Abend gemeinsam ausklingen.
Als besonderer Abschluss dieses naturverbundenen Abends schaute sogar noch ein Fuchs auf dem Grillplatz vorbei. Diese unerwartete Begegnung sorgte für staunende Gesichter und passte wunderbar zum diesjährigen Sommerhöck.
Ein herzliches Dankeschön geht an Michèle für die tolle Idee und die Organisation dieses gelungenen Sommerhöcks. Es war ein spannender, lehrreicher und geselliger Anlass, der uns allen noch lange in bester Erinnerung bleiben wird. Ebenfalls ein Dankeschön an alle, die mit Sauce, Salat oder Kuchen zum gelungenen Spaghetti-Plausch beigetragen haben.
Ein besonderer Dank gilt dem Jäger Simon Stutz, der sich die Zeit genommen hat, uns seine verantwortungsvolle Arbeit näherzubringen. Mit viel Engagement und Leidenschaft gewährte er uns einen spannenden Einblick in die Jagd, den Schutz der Natur und die vielfältigen Aufgaben rund um das Revier.
