Wanderweekend der Damenriege

Voller Vorfreude trafen sich um 07.15 Uhr fast alle angemeldeten Turnerinnen am Bahnhof Dietikon. Eine musste leider am Vorabend absagen, eine andere schaffte es trotz Verschlafens noch rechtzeitig. Und die zwei, die in Geroldswil in den falschen Bus (!) eingestiegen waren, schafften es ebenfalls noch knapp auf den Zug. Ein vielversprechender Start!
Nach dem ersten Umsteigen in Zürich klappte das nächste in Gossau SG dann nicht mehr ganz bei allen, eine war noch auf der Toilette und fuhr prompt weiter – glücklicherweise mit Handy.
Von Urnäsch ging es mit dem Bus weiter Richtung Schwägalp. Unser Organisationsteam hatte das Wochenende perfekt getimt. Bestes Wetter, herrliche Aussichten und als besonderes Highlight durften wir gleich noch den Alpabzug live miterleben.
Nach einem ausgiebigen Kaffeehalt auf der Schwägalp-Passhöhe und mit der Gewissheit, dass auch die «verlorene» Kollegin inzwischen im richtigen Zug sass, machten sich 12 Turnerinnen auf den Weg Richtung Hochalp.
Beim Zmittagspicknick dauerte es nicht lange, bis auch die später gestarteten Kolleginnen eintrafen – und endlich waren wieder alle 15 beisammen. Das perfekte Gruppenfoto mit Säntis im Hintergrund war dank Steffis Stativ und Fernauslöser schnell im Kasten. Danach ging es weiter über aussichtsreiche Wege und zum Schluss noch ein steiles Stück bergauf.
Im Berggasthaus Hochalp angekommen, genossen wir die sonnige Terrasse und das prächtige Bergpanorama mit Säntis, Churfirsten, Tödi und Sicht bis zum Bodensee. Auch der Sonnenuntergang zeigte sich von seiner schönsten Seite. Und weil unser Weekend wirklich bis ins Detail geplant war, durfte natürlich auch der «grosse» Vollmond nicht fehlen.
Nach einem gemütlichen Nachtessen mit feinen Ghackets und Hörndli blieben die einen noch etwas länger sitzen. Früher oder später fanden aber alle ihr Nachtlager in den beiden grosszügigen Massenlagern.
Mehr oder weniger ausgeschlafen, aber definitiv gut gefrühstückt, ging es am nächsten Morgen auf die zweite Wanderetappe bergab Richtung Urnäsch. Unterwegs begegneten uns neugierige Appenzeller Kühe und wie wir nun wissen, dürfen diese ihre Hörner behalten!
In Urnäsch angekommen, wartete bereits das Appenzeller Brauchtumsmuseum auf uns. Bei einer spannenden Führung erfuhren wir viel über die noch heute gelebten Traditionen wie den Blochumzug und natürlich die Silvesterchläuse. Unser Führer Hansueli konnte dabei aus erster Hand erzählen, er war selbst während 50 Jahren als Silvesterchlaus unterwegs. Besonders unterhaltsam wurde es, als wir die imposanten Glocken-Gewänder sogar selbst an- und ausprobieren durften.
Etwas müde, aber glücklich und mit vielen schönen Eindrücken machten wir uns schliesslich auf die Heimreise.
Ein rundum gelungenes Wanderweekend mit viel Sonne, schönen Bergen, Appenzeller Brauchtum! Herzlichen Dank an Caro, Gabi und Yvonne für das perfekt organisierte Reisli und dieses wunderbare Wochenende!
